Inspire & Lead - Der Leadership Podcast
Leadership beginnt im Inneren – und wirkt im Außen.
In „Inspire and Lead“ spricht Leadership Coach und Ex-Leistungssportler Wilhelm Tupy mit echten Führungspersönlichkeiten über das, was moderne Führung heute wirklich braucht: Klarheit, Menschlichkeit und Wirkung.
Ob in Konzernen, Start-ups oder Familienunternehmen – hier geht’s um gelebte Praxis statt PowerPoint-Philosophie.
Erwarte ehrliche Gespräche, persönliche Einblicke, Tools, die funktionieren – und Inspiration, die dich und dein Team weiterbringt.
Für alle, die nicht nur führen wollen, sondern bewegen.
Inspire & Lead - Der Leadership Podcast
Konflikte im Team deeskalieren: 6 Prinzipien für Führungskräfte
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Konflikte im Team starten heute selten im Meeting – sie starten im Chat: WhatsApp, Slack, Teams oder per E-Mail. Du bekommst eine aggressive Nachricht, spürst sofort den Impuls zu antworten, dich zu rechtfertigen oder zu vermitteln – und plötzlich bist du mitten in einer Eskalation, die dich Zeit, Fokus und Autorität kostet.
In diesem Video zeige ich dir ein klar strukturiertes Konfliktmanagement-Protokoll für Führungskräfte und Unternehmer, mit dem du Teamkonflikte deeskalierst, ohne weich zu wirken – und ohne dich in endlosen Textdiskussionen zu verlieren. Du lernst 6 Prinzipien, die in der Praxis den Unterschied machen: vom richtigen Kanalwechsel (weil Konfliktklärung im Chat fast immer Öl ins Feuer ist), über den Umgang mit Emotionen (weil Eskalation selten ein Inhalts-, sondern fast immer ein Beziehungsthema ist), bis hin zu einer souveränen Meta-Ebene, auf der du Standards setzt, ohne zu beschuldigen oder zu belehren.
Das Ziel ist nicht, „zu gewinnen“ oder Recht zu behalten – sondern Konflikte so zu führen, dass wieder Zusammenarbeit möglich wird: klar, erwachsen, lösungsorientiert. Du bekommst außerdem ein extrem leichtes Tool für den Ernstfall: die 3-Satz-Deeskalation. Damit hast du eine sofort einsetzbare Antwort, wenn du gerade emotional getriggert bist oder keine Zeit hast, lange zu formulieren.
Dieses Video ist für dich, wenn du:
- als Führungskraft regelmäßig zwischen Mitarbeitenden vermitteln musst
- Konflikte „nebenbei“ über Chat laufen und du merkst, wie sie Energie ziehen
- das Gefühl hast, dass Rechtfertigung alles schlimmer macht
- passiv-aggressive Spitzen, Vorwürfe oder „immer/nie“-Sätze im Team zunehmen
- Konflikte schneller klären willst – mit klaren Standards statt Drama
Am Ende wirst du Konflikte nicht nur besser lösen, sondern auch präventiv Wirkung erzielen: Du etablierst eine Kultur, in der Konflikte nicht im Chat eskalieren, sondern dort geklärt werden, wo Menschen sich wirklich verstehen: live.
00:00 – Intro
01:52 – Prinzip 1
03:35 – Prinzip 2
05:23 – Prinzip 3
07:58 – Prinzip 4
09:41 – Prinzip 5
11:35 – Prinzip 6
12:47 – Bonus-Tipp
👇 Frage an dich: Was triggert dich in Konflikten am meisten – Vorwürfe, Ungerechtigkeit oder passiv-aggressive Aussagen? Schreib’s in die Kommentare.
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▬ Wilhelm Tupy ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
Auf meinem Kanal geht es um mehr Effektivität als Führungskraft, optimale Mitarbeiterführung & Teamentwicklung als System: klare Erwartungen, saubere Delegation, wirksames Feedback, starke 1:1 Gespräche, Konfliktmanagement und echte Accountability. Damit dein Team Verantwortung übernimmt, Fluktuation sinkt und du wieder Fokus statt Dauerstress hast – ohne Motivationsgelaber, sondern mit Checklisten, Standards und Tools aus Praxis & Sportmentalität.
10+ Jahre Managementerfahrung von Teams mit bis zu 350 Mitarbeitern
Robbins-Madanes zertifizierter Coach für strategische Intervention
ECF zertifizierter Master-Practitioner für NLP und NLP-Therapie
studierter Finanzwirtschaftler und Controller
15+ Jahre Hochleistungssport mit Weltcup-Erfahrung
Coaching-Pakete für Führungskräfte und Unternehmer findet ihr auf meiner Homepage unter https://www.wilhelmtupy.com
Impressum: https://www.wilhelmtupy.com/impressum/
Ja doch, zurückschreiben reicht nicht. Das Problem ist nicht die aggressive Nachricht, die du bekommst, sondern dass du sie beantwortest. Kennst du das? Als Führungskraft schaust du aufs Handy und da ist diese eine Nachricht, die dir den ganzen Tag versüßt. Jemand aus deinem Team schreibt dir auf WhatsApp und du liest, du hast schon wieder das gemacht oder der Kollege hat das nicht gemacht und er beschwert sich bei dir. Und du merkst natürlich sofort, was zwischen den Zeilen geschrieben steht: Vorwürfe, Angriffe oder Unterstellungen. Und natürlich ärgert dich das, ja. Und als starke Führungskraft spürst du sofort den Impuls, ich muss diesen Ärger loswerden, indem du zurückschreibst, indem du richtig stellst und dich erklärst oder irgendwie versuchst zu vermitteln. Aber die Frage ist, ist das wirklich gescheit und die richtige Art und Weise, den Konflikt zu lösen? Wie geht man als Führungskraft mit Konflikten eigentlich wirklich sinnvoll um? Wichtig ist, nicht alles, was sich im Moment gut anfühlt, tut dir langfristig gut. Konflikte können dein Team zersplittern oder ihm auch den Weg zum Wachstum zeigen. Und genau deswegen gebe ich dir heute sechs Prinzipien, die es zu verstehen gilt, mit denen du Konflikte spielend leicht auflösen wirst können. Wir gehen dabei bewusst nicht gleich darauf ein, was sage ich oder was genau tue ich. Nein. Zuerst gilt es einfach mal ein paar Grundlagen festzulegen. Grundlagen der menschlichen Psyche, die für Konflikte wirklich relevant sind, um die Konflikte auch dementsprechend gut zu behandeln und verstehen zu können. Dann wird der Rest wirklich spielend leicht fallen. Am Ende bekommst du heute von mir ein Dreisatz-Tool, das du direkt verwenden kannst. Bist du bereit? Dann starten wir los mit Prinzip Nummer 1 und das ist wirklich relativ schnell erklärt. Zeitversetzt ist super für Infos, aber schlecht für die Klärung. Was meine ich damit? Wenn du eine angriffige Nachricht per WhatsApp oder E-Mail oder sonst wo bekommst, ist es sofort Zeit für den Kanalwechsel. Man spricht bei solchen Kommunikationsmitteln oftmals von asynchronen Tools und die sorgen für zeitversetzte Kommunikation. Die ist super für Infos und Updates, weil man muss nicht immer erreichbar sein. Aber bei Konflikten kannst du dir vorstellen, ist das ungefähr so wie Benzin in einem Feuer. Warum? Weil ein Text kalt ist. Du hast dort keinen Ton, du hast keinen Blick und auch bei Sprachnachrichten. Du hast diese Gestik und Mimik nicht dabei. Du hast einfach nicht die Möglichkeit, den Menschen zu spüren. Der eine meint es neutral und beim anderen fühlt es sich an, wie als würde er Watschen bekommen. Kennst du das? Du schreibst okay und beim anderen kommt an, dem ist alles wurscht. Genau darum meine Faustregel. Zeitversetzt ist für Fakten, Termine oder kurze Infos. Live und optimalerweise auch natürlich persönlich und auch genau, wenn es um emotionale Themen geht, die geklärt werden müssen. Oder wenn es um Tiefgründigeres geht. Wirkliche Weiterentwicklung. Live heißt nicht immer sofort groß inszeniert, sondern einfach der Situation angepasst. Oft reichen auch dafür zehn Minuten Telefonat. Aber so, dass man einfach auch sofort Reaktionen merkt, wie das Gesagte beim anderen ankommt. Keine Formulierungshilfe an dieser Stelle für dich. Ich will dich da nicht falsch verstehen, also lass uns das bitte kurz telefonisch persönlich klären. Zehn Minuten, dann sind wir beide im Bild. So einfach kannst du das anleihen und ein gutes Gespräch initiieren. Und wenn ihr dann beide miteinander sprecht, dann brauchst du nur noch die übrigen Prinzipien verinnerlichen und eure Konfliktlösung. Da steht eigentlich nichts mehr im Weg. Also lasst uns gleich zu Prinzip Nummer 2 übergehen. Wir Menschen glauben immer, wir sind so unglaublich rationale Wesen. Das Problem, was wir dabei haben, ist, dass wir vergessen, dass wir eigentlich emotionale Wesen sind, die manchmal glauben, rational denken zu können. Wir sind da in gewisser Weise ziemlich limitiert. Merkt ihr, wenn es eskaliert, dann geht es selten um den Inhalt, dann geht es nicht um die Sache. Es geht in aller Regel immer um den emotionalen Bereich. Um emotionale Themen, die vielleicht auch gar nichts mit dir oder dem Job zu tun haben. Fehlende Wertschätzung, Anerkennung, vielleicht zu Hause im privaten Bereich. Zugehörigkeit im Team, die vermisst wird, alte Kränkungen, die wieder aufbrechen. Vielleicht schon längst vergangen. Vielleicht von vorigen Vorgesetzten. Oder Überforderung. Die Möglichkeiten sind dabei wirklich grenzenlos. Aber Emotionen sind das, was uns als Menschen antreibt. Und genau die zu adressieren, ist immer der erste Schritt. Und da ist genau ein Tool unschlagbar, weil es so einfach ist. Du benennst einfach die Emotionen, die du beobachtest. Mehr nicht, du machst es transparent. Du kannst zum Beispiel sagen, ich merke, da ist gerade viel Ärger bei dir. Das klingt nach Enttäuschung. Es ist einfach wichtig, das bewusst zu machen und aber auch immer so ein bisschen die Schublade offen zu lassen, zu schauen, ob das auch wirklich so ist. Da gilt es ruhig zu bleiben, nicht spöttisch oder von oben herab. Weil sonst kannst du den Mitarbeiter schnell verlieren. Einfach so, damit der andere merkt, aha, da nimmt mich jemand wahr. Und du merkst schon, via Textnachricht ist das einfach nicht möglich. Solche Themen kannst du nur persönlich lösen. Aber dazu später noch etwas mehr. Noch ein Gedanke dazu, den du dir merken kannst. Je mehr die Emotion raufgeht, desto mehr geht die Denkfähigkeit bei den meisten Menschen runter. Das bedeutet, Argumente, die vielleicht super durchdacht sind, bringen jetzt gar nichts mehr. Spare dir einfach für später und widmet dich zuallererst den Menschen und eurer Beziehung. Wenn du merkst, dass die stimmt, dann wird es leicht. Gut, genau deshalb kommen wir jetzt zum dritten Prinzip. Das sehr viele Führungskräfte leider übersehen und vielleicht nicht ganz so verstehen. Jeder hat aus seiner Sicht gesehen recht. Gerade wenn du noch im Ärger bist, dann kann es sein, dass Prinzip Nummer 3 für dich im ersten Moment komplett unvorstellbar wirkt. Aber lass mich das ein wenig erklären. Merk dir gerne einen Satz. Die Welt ist nicht so, wie sie ist, sondern wie wir Menschen glauben, dass sie ist. Jeder Mensch hat seine eigene Realität. Erfahrungen, die wir in der äußeren Welt machen, werden durch unsere inneren Filtersysteme zurechtgerückt. Dass sie in unser Verständnis der Welt passen. Alles muss für uns irgendwo so ein bisschen Sinn machen. Und jeder Mensch macht im Laufe seines Lebens andere Erfahrungen und kann daher ein und dieselbe Situation völlig unterschiedlich erleben, weil emotionale Trigger unterschiedlich ausgelöst werden. Warum ist das wichtig? Weil wir nie genau wissen können, welcher Film bei unserem Mitarbeiter oder bei einer Mitarbeiterin gerade abläuft. Egal wie schlau wir sind, egal wie viel wir nachdenken, wir kommen höchstens näherungsweise ran. Also denk immer dran, du willst immer in der Story mitspielen und nicht sie zerstören. So nimmst du am effektivsten dann im Endeffekt auch Einfluss und kannst Menschen dort begegnen, wo sie gerade stehen. Das ist wie im Judo, da habe ich viel Erfahrung. Es geht darum, die Kraft des Gegenübers zu nutzen und nicht zu bekämpfen. Das mag keiner. Außerdem frisst es unnötige Energie und führt zu gar nichts. Also wichtig ist, dass du selbst einfach mal klar denken kannst und dafür kann ich dir drei Schritte für einen kleinen Mini-Check-In mit dir selbst anbieten, bevor du irgendwas ins Handy tippst und einen Roman zurückschreibst. Also das erste ist, mal wirklich zu überlegen, was genau triggert mich gerade. Das zweite ist, was steckt beim Mitarbeiter oder bei der Mitarbeiterin möglicherweise dahinter? Um das auch mal bewusst zu machen, ist, dass Respekt, Zugehörigkeit, Fairness, die Dinge, die wir vorhin genannt haben, will er oder sie gesehen werden. Und drittens, stell dir vor, ein neutraler Dritter schaut drauf. Was würde der sagen, was hier wirklich passiert? Dann hast du nochmal die Außenperspektive dazu. Es holt dich einmal aus deinem Tunnel, das Verärgertseins heraus und gibt dir etwas Distanz. Und das Einzige, was du dann als nächstes tun solltest, ist Verständnis zeigen, wofür auch immer. Es ist okay, dass der Mitarbeiter oder Mitarbeiterin so geht. Das könnte zum Beispiel so klingen. Danke für deine Nachricht und ich lese da heraus, dass dir das besonders wichtig ist. Und mehr geht es einmal nicht. Entscheidend ist zu signalisieren, dass du die Person ernst nimmst und dir das Thema wichtig ist. Das ist gute Führung. Okay, wenn wir jetzt verstanden haben, dass jeder in seiner Welt Recht hat, dann kommt der nächste Schritt. Konflikte lieben Energie. Sie leben davon. Und du entscheidest, ob du sie mit Energie weiter fütterst und machst das manchmal oftmals unbewusst. Konflikte brauchen Energie, um zu überleben und Energie ist eben eine Reaktion oder die Rechtfertigung und vielleicht sogar der Gegenschlag. Oder der erklärende WhatsApp-Roman. Das Paradoxon, das die wenigsten Führungskräfte hier verstehen und wirklich leben, ist, je mehr du dich rechtfertigst, desto stärker wird der Angriff. Weil der andere spürt, aha, damit komme ich durch. Da passiert Action, da ist Reibung oder sowas dabei einfach. Und es ist völlig egal, welche Art von Action. Es geht oftmals einfach nur um die Energie. Man möchte mit einem Angriff einfach auch eine Reaktion erfordern. Und wenn du merkst, du tippst eine lange Nachricht, dann bist du meistens schon mittendrin. Dann kannst du innehalten. Und dann bist du nicht mehr Führungskraft, dann bist du Mitspieler. Du hast dich hineinziehen lassen, ohne dass es dir vielleicht aufgefallen ist. Und genau damit hältst du den Konflikt am Laufen, obwohl du das gar nicht willst. Verrückt, oder? Was machst du stattdessen? Du stoppst die Energie und unterbrichst den Teufelskreis, ohne passiv aggressiv zu werden. Denn Achtung, Sarkasmus ist die höchste Form der Aggression, sagt man. Das heißt, auch hier gilt es vorsichtig zu sein. Das ist die Kunst. Ein Satz, den du dir da merken kannst, ist, ich kläre das gern, aber nicht im Chat, sondern gerne persönlich. Wie wäre es mit, keine Ahnung, heute um 16 Uhr? Zum Beispiel, du nimmst die Sache ernst, aber lässt dich nicht auf kindische WhatsApp-Konversationen, die zu nichts führen ein. Das ist souveräne Führung. So behältst du einfach auch deine Möglichkeit, wirklich so zu agieren, wie du es dir forstest. Jetzt kommt das Schöne. Wenn du die Energie stoppst, dann musst du sie nicht wegdrücken. Du kannst sie einfach umlenken. Du nutzt sie aus, damit ihr beide gut und gestärkt aus der Sache herausgehen könnt. Damit sind wir schon bei Prinzip Nummer 5 und dabei kommt der erste Hauptsatz der Thermodynamik zum Tragen. Ich habe es schon angesprochen, Energie lässt sich nicht vernichten. Du kannst sie nicht einfach runterdrücken und auslöschen. Du kannst sie nur umladen. Von Angriff auf Lösung hin. Von wer ist schuld hin zu, was brauchen wir, damit wir wieder funktionieren. Und ich rate dabei nur, mach das auch. Denn du wirst nicht, negative Energie unkontrolliert irgendwo zirkuliert. Das hilft dann, ja, da hilft dann Wegschauen auch nicht mehr. Hier habe ich noch zwei Fragen, die dir im Alltag wirklich weiterhelfen können. Was brauchst du jetzt konkret, damit wir beide wieder gut zusammenarbeiten können? Und die zweite ist, woran würdest du merken, okay, das passt für mich wieder? Du merkst, du holst den Mitarbeiter oder den Mitarbeiterinnen sofort wieder in die Lösungsorientierung. Raus aus dem Nebel und rein in der Klarheit. Du führst in ein konkretes Verhalten eindeutige Standards, die ihr gemeinsam für euch definieren könnt in diesem Gespräch. Meine persönliche Erfahrung aus meiner Arbeit mit vielen Teams ist, dass diejenigen, die Konflikte im Chat laufen lassen, unfassbar viel Zeit verlieren. Nicht offiziell im Kalender als Termine, sondern laufen nebenbei. Einfach weil sie Missverständnisse haben, nacharbeiten müssen oder schlechte Übergaben. Führungskräfte, die Energie gut umlenken können und das effizient nutzen, die haben weniger Streuverluste und können Konflikte rasch konstruktiv lösen, sodass das ganze Team davon profitiert. Super Vorstellung, oder? Damit kommen wir jetzt auch schon zum letzten Prinzip, das vielleicht etwas philosophisch ist, aber unheimlich mächtig. Und daher wollte ich euch das Ganze einfach auch nicht vorenthalten. Es bedeutet, die Ebene zu wechseln. Du musst ein bisschen vom Inhalt weg zum Umgang. Es geht darum, dass du emotionale Themen nicht durch Argumente lösen kannst. Wir haben das schon angesprochen. Das heißt, du wechselst einfach die Ebene. Wie macht man das? Geh weg vom Inhalt und hin zu, wie reden wir beide miteinander. Also du gehst ein bisschen auf die Außenperspektive und schaust von der Meta-Position drauf, was passiert. Damit integrieren wir ganz natürlich dieses Person versus Problemthema. Du greifst nicht die Person an, sondern sprichst die Kommunikationsstandards einfach an. Verhalten. So kannst du einfach auch eine Kultur schaffen, wie Konflikte in Zukunft bearbeitet werden sollen. Das bedeutet eben nicht, dass du sagst, du bist immer so unfair, sondern so wie das gerade formuliert ist, ist es sehr angriffig. Und so kommen wir nicht weiter. Und wenn du merkst, es bleibt schwammig oder pauschal, dann machst du was ganz Einfaches. Du präzisierst und dafür habe ich auch ein paar Sätze für dich, die wirklich Wunder wirken können. Zum Beispiel könntest du sagen, was genau meinst du mit immer? Oder kannst du mir ein konkretes Beispiel geben, was dich stört, was das Problem ist? Oder aber auch, woran genau machst du fest, dass ich so agier oder unfair bin oder was auch immer der Vorwurf ist. Aber Achtung, das machst du erst, wenn die Emotionen schon etwas abgekühlt sind. Sonst wirkt es ein bisschen wie ein Verhör und das kann massiv nach hinten losgehen. Also deswegen eine kleine Warnung an der Stelle. Du siehst, es gilt immer wieder das Gleiche. Zuerst kommt der Mensch und dann die Sache. Gut. Aber bevor ich dich jetzt wieder deinem Team überlasse, habe ich noch ein kleines Bonus-Tool für dich, damit du im Ernstfall nicht überlegen musst, was du schreibst oder sagst. Und zwar die Drei-Satz-Deeskalation. Das ist das einfachste Exit-Szenario als Baukasten, das ich dir anbieten kann. Antworte einfach, wenn du eine Nachricht bekommst, ich sehe, da ist gerade viel Emotion drin. Haben wir oben schon besprochen. Zweitens, lass uns das bitte nicht per Chat besprechen, wechsle den Kanal. Und drittens, biet dir eine Lösung an. Gerne nehme ich mir die Zeit dafür. Pass dir heute 16.30 Uhr oder morgen 9 Uhr zum Beispiel für 10 Minuten oder halbe Stunde, je nachdem, welcher Zeitrahmen einfach auch erforderlich ist. Damit nimmst du Energie raus, schätzt das Thema und verschaffst dir gleichzeitig auch mehr Planbarkeit, um den sinnvollsten Umgang mit der Situation für dich herauszufinden. Das hat nichts mit Weich oder Kuschelkurs zu tun. Das ist einfach klar in der Sache und direkt und ein erwachsener Umgang mit Konflikten. Und genau das brauchen wir in Teams, wenn es kracht. Konflikte sind gut, die Frage ist, wie gehen wir damit um? Zum Abschluss habe ich noch was für dich. Schreib mir einfach gerne in die Kommentare, was dich in Konflikten am meisten triggert. Sind es vielleicht Vorwürfe, Ungerechtigkeit oder passiv-aggressive Aussagen, die manchmal vielleicht als Humor bezeichnet werden, aber eigentlich reiner Sarkasmus sind? Schreib es mir gerne in die Kommentare und ich gehe gerne noch mit dir in einen weiteren Austausch. Und wenn du mehr Leadership-Standards willst, die du im Alltag wirklich anwenden kannst, dann klick auf Abonnieren und verpass in Zukunft keines meiner neuen Videos mehr. Am Ende ist es wirklich simpel. Teams sind trainierbar, Kultur ist konditionierbar. Ich freue mich, wenn du beim nächsten Mal wieder dabei bist. Bis bald.